Die 2001 gegründete KIW-Gesellschaft e. V. engagiert sich aktiv im Bereich der Integration. Ein wesentlicher Teil dieser Tätigkeit besteht in der Gestaltung von Ausstellungen, die verschiedene Aspekte der Geschichte beleuchten. Besonderes Interesse und Aufmerksamkeit gilt der Geschichte der Juden in Deutschland, da viele Mitglieder der Verein als jüdische Einwanderer nach Deutschland gekommen sind und auch Mitglieder der Jüdischen Gemeinde zu Dresden sind.

Die Erstellung der Ausstellung 185. Jahrestag der Einweihung der Semper-Synagoge" ist eine Fortsetzung der Arbeit der KIW-Gesellschaft e. V. in diesem Bereich. Der Name der Ausstellung spricht für sich selbst, und ihre Präsentation erfolgt im Rahmen des Landesprogramms "2026 – Jahr der jüdischen Kultur in Sachsen". Dieses Programm wird auch "Tacheles" genannt, was ins Russische als "ehrliches Gespräch" übersetzt werden kann.

Die Ausstellung ist mobil konzipiert, lässt sich leicht auf- und abbauen und eignet sich daher für die Präsentation in nahezu jedem Raum, auch im Freien. Im Laufe des Jahres 2026 soll es an vielen Ausstellungsorten in Dresden gezeigt werden. Die erste Vernissage fand am 7. Januar statt, die Eröffnung ist für den 5. Februar an einem neuen Ort geplant – im Haus der Brücke in der Dresdner Neustadt.

An der Vernissage im Gemeindezentrum der Jüdischen Gemeinde, das vorübergehend im World Trade Center untergebracht ist, nahmen etwa 50 Personen teil, was der maximalen Kapazität des Ausstellungsraums entsprach. Die Teilnehmer der Veranstaltung, darunter vor allem Gemeindemitglieder, ihre Angehörigen und Freunde, nahmen gemütlich an den Tischen Platz und richteten ihren Blick auf die Ausstellung.

Das Programm wurde vom Vorsitzenden der KIW-Gesellschaft und Projektleiter Konstantin Arkush eröffnet. Er begrüßte die Gemeindevorsteher und Gäste und erzählte kurz über die Idee und das Thema der Ausstellung, den Verlauf der Arbeiten daran und die Pläne für ihre weitere Präsentation. Außerdem stellte er dem Publikum die zur Ausstellung gedruckte Broschüre vor. Anschließend spielte die Pianistin Natalja Plaksienko ein kleines Stück von Felix Mendelssohn, woraufhin Herr Arkush die Historikerin und Kunstwissenschaftlerin Hanna Hlazowa vorstellte und ihr das Wort erteilte.

Anna Glazova erzählte den Anwesenden auf sehr interessante und anschauliche Weise die Geschichte der Semper-Synagoge. Ihr Vortrag dauerte etwa 20 Minuten und wurde einmal durch eine musikalische Pause unterbrochen, in der Natalja Plaksienko Ausschnitte aus Joseph Steins Musical "Der Fiedler auf dem Dach" spielte. Annas Vortrag und die musikalische Darbietung wurden mit Applaus bedacht.

Konstantin Arkush bedankte sich bei den Teilnehmern und Zuschauern für ihre Aufmerksamkeit, woraufhin alle Anwesenden die Möglichkeit erhielten, die Ausstellung nähe anzuschauen und zu diskutieren. Die Organisatoren der Vernissage hatten auch für Erfrischungen gesorgt: Auf den Tischen standen heiße Getränke und leichte Snacks bereit. Beim Verlassen der Veranstaltung nahmen die Besucher gerne die hochwertig gestalteten Broschüren mit, um sich zu Hause noch einmal ausführlich mit dem Thema der Ausstellung zu beschäftigen.

Wie bereits erwähnt, wird diese Wanderausstellung am 5. Februar um 17 Uhr im neuen städtischen Integrationszentrum HAUS DER BRÜCKE in der Rähnitzgasse 8, 01099 Dresden, feierlich eröffnet. Wir laden alle Interessierten herzlich ein, die Ausstellung "185. Jahrestag der Einweihung der Semper-Synagoge" im HAUS DER BRÜCKE zu besuchen, die dort vom 3. Februar bis zum 13. März 2026 zu sehen sein wird.

Der Vorstand der KIW-Gesellschaft e. V.